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Erste "Werkwoche Autorenförderung" voller Erfolg

Im Sinne einer Nachwuchsförderung potentieller Autoren religiöser Literatur wurde durch den KM. katholischermedienverband vom 16. bis 20.11.2009 eine aus den Fördermitteln des Verbandes Deutscher Diözesen geförderte „Projektwoche Autorenförderung" in Würzburg Himmelspforten durchgeführt.

Die Projektleitung wurde von Bernhard Meuser, dem Leiter des Pattloch Verlags, wahrgenommen.

Die Maßnahme wurde sowohl bei den Mitgliedsunternehmen des KM. als auch über die Verteiler der MDG Medien-Dienstleistung GmbH und des Instituts zur Förderung des Publizistischen Nachwuchses (ifp) ausgeschrieben. Teilnahmeberechtigt waren Bewerber mit einem grundsätzlich religiös orientierten Interesse am Schreiben bis 35 Jahre. Zulassungsbedingungen waren ein Bewerbungsschreiben, in dem neben dem Lebenslauf die Motivation zur Teilnahme an dem Kurs dargelegt werden sollte, sowie bereits verfertigte Textentwürfe (Zeitschriftenartikel, Exposés, Manuskriptkapitel etc.)

Aus den 16 eingehenden Bewerbungen wurden 13 Personen für die Teilnahme ausgewählt. Aufgrund zweier kurzfristiger Absagen nahmen schließlich 11 Personen an der Fördermaßnahme teil. Die meisten Teilnehmer hatten zu diesem Zeitpunkt bereits Texte in Zeitungen oder Zeitschriften veröffentlicht, eine Kandidatin war sogar schon als Buchautorin bei einem renommierten katholischen Verlag in Erscheinung getreten.

Als Referenten konnten sowohl Praktiker aus der konfessionellen Buchhandels- und Verlagsszene als auch Berater der MDG Medien-Dienstleistungs GmbH gewonnen werden.

Das inhaltliche Ziel dieser Fördermaßnahme war es, den Jungautoren spezifische Fertigkeiten zu Planung und Umsetzung eines Buchmanuskriptes zu vermitteln, aber auch Kenntisse des religiösen Buchmarktes und die Funktionsweisen des Verlagsgeschäftes nahezubringen.

Im einzelnen wurden folgende Themenschwerpunkte gesetzt:

  • Religiöse Leser und Buchkäufer: Erkenntnisse aus der Sinusmilieu-Studie und dem Trendmonitor „Religiöse Kommunikation"
  • Der konfessionelle Buchmarkt in Deutschland: Verlage, Genres, Themen, Autoren
  • Die Buchhändlersicht: aktuelle Trends im religiösen Buchhandel
  • Die Verlegersicht: Programmplanung, Autorensuche, Autorenpflege
  • Schreibwerkstatt
    • Ein Thema finden
    • Aufbau und Form
    • Stil entwickeln
    • Der Schreibprozess von der Idee bis zum Manuskript
  • Verlagssuche
  • Eigenvermarktung: Wie Autoren auf sich und ihre Bücher aufmerksam machen können
  • Hintergrundgespräch mit Bestseller-Autor Anselm Grün
  • Das religiöse Kinderbuch
    • Besonderheit der Form
    • Der religiöse Kinderbuchmarkt
    • Anforderungen an den Autor

Die Veranstaltung wurde sowohl von der Projektleitung und den Referenten als auch den Teilnehmern in allen Aspekten überaus positiv bewertet.

Von Seiten der Referenten wurden dabei vor allem das Engagement und die Offenheit der Teilnehmer hervorgehoben. Durch die Werkwoche wurde die Fähigkeit der Teilnehmer, ihre bereits vorhandenen Ideen unter verschiedenen Aspekten kritisch zu hinterfragen und ggfs. neu zu formulieren sowie zielgerichteter auf den Leser hin umsetzen zu können, erkennbar gefördert.

Auch die Teilnehmer selbst äußerten sich durchgehend sehr zufrieden. Die meisten Teilnehmer gingen nach eigener Aussage mit konkreten Ideen für Buchprojekte sowie wertvolle Anregungen für deren Umsetzung nach Hause. Außerdem wirkte sich das Seminar sowie der Austausch mit den zukünftigen Autorenkollegen ausgesprochen morivierend aus.

Die erste „Projektwoche Autorenförderung" hat sich in allen Belangen bewährt und darf als rundherum erfolgreich bezeichnet werden. Eine Fortführung ist in jedem Fall wünschenswert. Es ist in zwei Richtungen gedacht werden.

Zum einen könnte die Werkwoche mit einigen geringfügigen Verbesserungen im Organisationsbereich in Zukunft in dieser Form angeboten werden. Da einige Bewerber nicht zu der ersten Veranstaltung eingeladen werden konnten, ist ein Grundstock für eine Nachfolgeveranstaltung auf jeden Fall vorhanden. Eine Projektwoche Autorenförderung könnte in dieser Form als feste Institution innerhalb der konfessionellen Medienszene positioniert werden.

Weiterhin wäre zu überlegen, ob und in welcher Form die Teilnehmer der Einführungsveranstaltung durch ein oder mehrere Nachfolgetreffen auf ihrem Weg zum Buch weiter begleitet werden könnten. Im Sinne einer Kreativwerkstatt könnten Fortschritte gegenseitig vorgestellt und diskutiert werden und so der Schreibprozess kritisch und fördernd begleitet werden. Dies wäre auch im Sinne einer stärkeren Vernetzung der zukünftigen Autoren im religiösen Buchmarkt durchaus wünschenswert. Der KM. wird in diesem Sinne die Teilnehmer der 2000er-Kurses im Oktober 2010 auf seinen Gemeinschaftsstand auf der Frankfurter Buchmesse einladen.