Gemeinschaftsstand auf der Frankfurter Buchmesse 2010
Der diesjährige Gemeinschaftsstand auf der Frankfurter Buchmesse hatte ein Novum zu bieten: Um mehr Interessenten an den Gemeinschaftsstand des Katholischen Medienverbandes zu bringen, den Verlagen ein zusätzliches Angebot zu unterbreiten und generell die katholischen Medien professioneller darzustellen, wurde vom KM.-Vorstand entschieden, einen eigenen Bereich für Autoreninterviews einzurichten.
Auf der Mitgliederversammlung 2009 in Münster wurde ein entsprechendes – einstimmiges – Votum von den Mitgliedern der Verlegerkammer Buch eingeholt.
Eine Einladung an die Verlage erfolgte im April 2010. Es wurde gebeten, Autorenwünsche mit den entsprechenden möglichen Messetagen sowie den Kontaktdaten anzugeben. Außerdem wurden die Verlage aufgefordert, ihrerseits werblich für die jeweils eigenen Veranstaltungen tätig zu werden. Es wurden von 11 Verlagen 35 Autoren gemeldet, von denen schließlich 27 tatsächlich auf dem Autorensofa Platz nahmen, darunter Erfolgsautoren wie P. Anselm Grün und Manfred Lütz. Ein Planungsteam, bestehend aus Anna-Donata von Lerchenfeld (Präsenz Buch & Kunst), Bernhard Meuser (Pattloch Verlag) und Konrad Höß, stellte aus den eingehenden Meldungen ein Programm für die fünf Messetage zusammen. Wo immer es möglich war, wurden dabei mehrere Autoren zu Themengruppen zusammen-gefasst, um die Interviews spannender und abwechslungsreicher zu gestalten.
Da zurückliegende Erfahrungen gezeigt hatten, dass reine Autorenlesungen in der Regel wenig Publikum anziehen und meistens auch nicht gekonnt dargeboten werden, entschloss sich die Planungsgruppe, Autorengespräche von professionellen Moderatorinnen führen zu lassen. Die Ausschreibung erfolgte unter den Absolventen des ifp. Binnen weniger Tage meldeten sich 8 Kandidaten/innen, von denen 7 für die Moderation engagiert wurden.
Im Vorfeld wurde intensiv die Werbetrommel gerührt, so bei den Mitgliedszeitschriften des KM., aber auch bei den katholischen Fernseh- und Radioredaktionen, der Regionalpresse im Großraum Frankfurt und bei den großen deutschen überregionalen Tages- und Wochenzeitungen.
Die einzelnen Veranstaltungen waren thematisch und in der Art der Präsentation abwechslungsreich und in den allermeisten Fällen gut besucht (bis zu 60 Personen). Der Besucher-Peak fiel dabei auf den Samstag, was umso erstaunlicher ist, als das Wochenende für uns traditionell eher schwächer besuchte Messetage waren. Die Rückmeldungen zum Autorensofa fielen durchweg positiv aus. Sowohl die Autoren, als auch deren Verleger und die Moderatorinnen äußerten sich insgesamt sehr zufrieden mit den Veranstaltungen. Auch die Verleger der nicht teilnehmenden Verlage waren interessiert und viele Zuhörer fanden lobende Worte für die anregenden und durchaus unterhaltsamen Gespräche. Selbst die im Vorfeld befürchteten Klagen über „Lärmbelästigungen" von den benachbarten Ausstellern waren marginal.
Fazit: Sicherlich müssen bevor die endgültige Entscheidung fällt, die fakten durch den Vorstand geprüft werden (Kosten-Nutzen-Aufstellung), doch darf man vorsichtig schon jetzt feststellen, dass das Autorensofa ein Erfolg war und - vielleicht mit der ein oder anderen kleineren Verbesserung - auch wohl auch im kommenden Jahr wieder stattfinden wird.


